Kännsch de Jura?

Dienstag, 5.6.2018

Den Kanton Jura erkundet

(bg) Zur diesjährigen Vereinsreise des Frauenbundes Döttingen wurde früh am Morgen gestartet, aber um es vorweg zu nehmen, es hat sich gelohnt.

St. Imier – Café, Croissants, Tête de Moine

Im kleinen Städtchen St. Imier stärkten sich die 42 Frauen in einer typischen Brasserie mit feinem Kaffee und Croissants und machten sich danach auf den Weg zur Käserei Spielhofer SA. Dort lernten sie die Firmengeschichte kennen und konnten bei der interessanten Produktion des Tête de Moine zuschauen. Erfunden wurde dieser Käse von den Klostermönchen in Bellelay vor über achthundert Jahren und noch heute wird nach deren Rezept gekäst, unterstützt durch modernste Technik. So verrichtet z.B. der Pflegeroboter die tägliche Käsepflege zuverlässig und konstant.
Eindrücklich sind die produzierten und verkauften Käse-Mengen. So gelangen rund 80 % des hergestellten Tête de Moine in den Export und erfreuen Geniesser in Russland ebenso wie in Australien.
Es war die 1981 erfundene Girolle, welche dem „Mönchskopf“ zum internationalen Durchbruch verhalf und mit welcher die feinen Rösli seither einfach herzustellen sind.
Die diversen vor Ort produzierten Käse konnten nach dem Rundgang von allen degustiert und natürlich auch gekauft werden.

Mittagessen und Führung im Maison Rouge

Weiter ging die Reise zum Pferdeheim Maison Rouge in Les Bois. Im Restaurant wurden typische Spezialitäten aufgetischt und zum Dessert sogar ein feines Absinth-Parfait gereicht. Im Pferdestall erzählten engagierte Tierpflegerinnen, wie die Esel, Ponys und Pferde den Weg ins Maison Rouge finden und manchmal von ihren ehemaligen Besitzern Fresspäckli zugeschickt bekommen. Berührend, wie manch aussichtslos erscheinendes Schicksal in dieser Pferdepension ein glückliches Ende für die Vierbeiner nimmt und sie ihre letzten Jahre in idyllischer Umgebung, liebevoll gepflegt, verbringen können.

Entspannen und Besinnung

Anschliessend konnten alle unter freiem, leicht bewölktem Himmel etwas entspannen. Unsere Präses, Sabine Tscherner aus Koblenz, teilte ihre Gedanken zur „Absichtslosigkeit“ mit uns. Sie ermunterte uns, nicht zum Vornherein alles durch zu planen und auch mal etwas ganz ohne Absicht zu tun oder zu wagen. Zur Erinnerung an diesen schönen Tag, schenkte sie allen eine farbige Glaskugel.

Umdisponiert

Da die Strasse nach Delémont gesperrt war, wurde spontan entschieden, den jurassischen Hauptort nicht zu besuchen und stattdessen den Heimweg über Land anzutreten. Unterwegs kehrte die Reisegruppe in einer wunderschönen Gartenwirtschaft in Mümliswil ein und verweilte ganz gemütlich im herrlichen Sonnenschein.

Die grossen unbewohnten, bewaldeten Gebiete im Jura und das satte Grün hatten eine entspannende Wirkung auf die Reisenden und so war es eine Freude, diesen Ausflug mit so vielen gut gelaunten Frauen zu erleben. Allen ein herzliches Dankeschön fürs Mitkommen und dem Chauffeur für die angenehme Fahrt.

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