Herbstzeit – Pilzzeit

Mittwoch, 9.10.2019

Das war vielleicht ein nasser Tag. Aber trotzdem machten wir uns – ein gutes Dutzend Frauenbund-Frauen, ein freundlicher Mann und drei walderprobte Kinder - neugierig auf den Weg. Herr Graber, der Pilzkontrolleur, und sein Frau Ruth führten uns in den nahegelegenen Böttsteiner Wald. Schon nach kurzer Zeit waren unsere Sinne so geschärft, dass wir überall Pilze entdeckten – essbare, ungeniessbare, tödliche, kleine, lange, breite, bunte, glitschige….. Einige wachsen auf altem Holz, andere nur in der Nähe von Birken oder Lärchen.  Einer ist giftig für den Menschen, aber Medizin für Rehe mit Bauchschmerzen. Einen lassen wir stehen, weil er vom Regen vollgesogen ist wie ein Schwamm. Herr Graber wusste zu jedem Pilz etwas zu erzählen – kleine Anekdoten, Wissenswertes und noch nie Gehörtes. So erfuhren wir auch, wie er kürzlich auf Pilzsuche war und während einer Stunde immer Wildschweine um sich hatte. Diese hielt er in Schach, indem er mit ihnen diskutierte, vor sich hin pfiff und Lieder sang. Wie gerne hätten wir mitgehört!

Nach zwei Stunden, kurz vor dem Eindunkeln, setzten wir uns ins warme „Buurestübli“ und lauschten weiteren interessanten Ausführungen von Herrn Graber. Inzwischen bereitete uns die Wirtin in der Küche ein herzhaft-herbstliches Festessen zu: Pilzragout mit knuspriger Rösti und als krönenden Abschluss dieses gemütlichen Abends eine „heisse Liebe“ mit Waldbeeren. (ms)

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